Neuigkeiten aus dem Johannischen Sozialwerk e.V.

Bündnis gegen Homophobie

Aus den Händen der Berliner Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Margit Gottstein, hat am Freitag, dem 9. März, Hoteldirektorin Martina Frisch für das Johannische Sozialwerk e.V. die Urkunde über die Mitgliedschaft des St.-Michaels-Heimes im „Bündnis gegen Homophobie“ entgegengenommen.Das Sozialwerk ist dem Bündnis im Februar 2018 beigetreten und unterstreicht damit seinen Einsatz für Gleichheit und Akzeptanz. Ausgrenzung, Benachteiligung, Verächtlichmachung und Unterdrückung sind gerade im Bereich der sexuellen Identität immer noch weit verbreitet. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das ebenfalls am 9. März seine Urkunde für die Mitgliedschaft beim Bündnis im Grunewalder „Haus des Fußballs“ erhielt, hat in seiner jüngst veröffentlichten Studie herausgefunden, dass Lesben, Schwule und Bisexuelle in Deutschland im Berufsleben bei gleicher Leistung und Bildung schlechter bezahlt werden, als ihre heterosexuellen Kollegen.
Erfreulicherweise engagieren sich immer mehr Berliner Arbeitgeber und Verbände gegen finanzielle und auch soziale Benachteiligung, auch indem sie dem Antidiskriminierungsbündnis beitreten und helfen, dessen Ziele umzusetzen. Das „Bündnis gegen Homophobie“ ist ein 2009 gegründeter Zusammenschluss von Berliner Unternehmen, Organisationen und Verbänden aus den Bereichen Sport und Kultur, die sich als Teil der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen einsetzen wollen. Zu den Mitgliedern gehören neben Konzernen wie Coca-Cola Deutschland oder der Allianz-Versicherung auch die Berliner Polizei, die Jüdische Gemeinde und die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg.

Text und Foto: Rainer Gerhardt

Kindergarten Stempferhof erhält 2. Platz beim Sparda-Zukunftspreis 2017

Der Kindergarten Stempferhof hat sein Jahresthema 2017/2018 unter das Motto gestellt:
„Minibauern erforschen und gestalten ein ganzes Jahr“.
In Kooperation mit Gut Schönhof  und dem Verein „Natürlich Lernen auf Gut Schönhof e.V.“ gestalten wir einen ehemaligen Hühnerauslauf zu einem kleinen „Mini-Bauernhof“ um. Schritt für Schritt entstehen Lernstationen, und das Gelände des ehemaligen Hühnerauslaufes wird nutzbar gemacht. Einmal im Monat erleben wir das echte Leben in der Landwirtschaft und packen tüchtig mit an. In unterschiedlichen Aktionen erleben wir die Freude bei gemeinsamer Tätigkeit und deren Früchte.  
An den wöchentlichen Forschertagen untersuchen und experimentieren wir passend zu den erlebten Themen auf Gut Schönhof und orientieren uns sehr an den Fragen der Kinder, die offen geblieben sind oder sich neu auftun.

Mit diesem Projekt hat sich der Kindergarten Stempferhof beim SpardaZukunftspreis 2017 beworben, und wir freuen uns sehr, dass wir aus 65 Bewerbern den 2. Platz gewonnen haben! Die Sparda-Stiftung ehrt besonders herausragende Bildungskonzepte. Mit dem SpardaZukunftspreis „Bildung für Kinder“ zeichnet die Sparda-Stiftung Nürnberg Vereine, Initiativen, Institutionen oder auch Einzelpersonen aus, die mit neuen Ideen und Ansätzen die Chancengleichheit beim Zugang zu Bildungsmöglichkeiten fördern und Bildung für Kinder als nachhaltiges, emotionales Erlebnis inszenieren.

Der Preis und 3000 Euro  wurden am 14.12.2017 übergeben, und wir freuen uns sehr, dass das Projekt „Mini-Bauernhof“ und der Verein „Natürlich Lernen auf Gut Schönhof e.V.“ direkt unterstützt werden können.

Bisher erlebten die Kinder an den Projekttagen das Säubern des Hühnerstalls und des Geheges, Getreide, Blumen und Kräuter einzupflanzen, Apfelernte und Saft auszupressen, Futtertöpfe für die Vögel herstellen, Mehl aus Getreide gewinnen und Plätzchen backen und natürlich den Kontakt zu den Tieren. Vielen Dank an Kerstin Klose, vom Verein „Natürlich Lernen auf Gut Schönhof e.V.“, für ihr Engagement.
Die Themen im Kindergarten orientierten sich an den Erlebnissen, und die Kinder haben sich bereits ein erhebliches Wissen rund um Getreide, Äpfel, Baum, Blätter und Vögel angeeignet.
Es ist beeindruckend, mit welchem Elan und Ausdauer die Kinder ihr Projekt betreuen und wie sie immer mehr wissen wollen. Das macht Freude, und darin unterstützen wir sie als Team sehr gern!
Text: Christine Kulka-Marks